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Gerd Biermann und Jürgen v. Troschke haben mit den „Beiträgen zur Psychologie und Soziologie des kranken Menschen“ drei wichtige Bücher zum Thema „Kinder im Krankenhaus“ herausgebracht.
Der erste Band bringt das schon 1958 erschienene Buch von James Robertson, dem bekannten Londoner Kinderpsychologen, in deutscher Übersetzung. Robertson hat sich bemüht, die vor allem von Spitz und Bowlby gewonnene psychoanalytische Erfahrung mit dem Trennungstrauma von hospitalisierten Kindern für die Reform des Kinderkrankenhauses fruchtbar zu machen. Seine Initiativen haben in England zu dem regierungsamtlichen „Platt Report“ geführt, der alle Kinderkrankenhäuser zur Einräumung täglicher Besuchszeiten und zur Aufnahme der Mütter verpflichtet. In der BRD haben sein Buch und seine Filme den Initiativgruppen für eine Humanisierung der Kinderkrankenhäuser wesentliche Anregungen gegeben. Robertson geht davon aus, daß für die meisten Kinder unter vier Jahren prinzipiell kein Ausmaß an Liebe und Verständnis die Anwesenheit der Mutter ersetzen kann. Der Prozeß des „Eingewöhnens“ wird eingehend geschildert, da er für die Gefahren, die ein Krankenhausaufenthalt für die Kinder birgt, sehr aufschlußreich ist. Robertson hat drei Phasen beobachtet: Protest, Verzweiflung und Verleugnung. In der ersten Phase zeigt das Kind bewußt Kummer und Angst über den Verlust der Mutter. Es ist tief erregt und hat den dringenden Wunsch, die Mutter wiederzusehen. Die zweite Phase ist durch anhaltendes bewußtes Verlangen nach der Mutter und gleichzeitig zunehmende Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet. Das Stadium verläuft ruhig, weshalb oft irrtümlich angenommen wird, das Kind habe sich „eingewöhnt“. Bleibt es noch länger im Krankenhaus unter den üblichen Bedingungen, also versorgt von einer Vielzahl