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Der Autor skizziert die Psychoanalyse-Rezeption in Japan vor und nach dem 2. Weltkrieg und würdigt besonders die Leistungen der „Pioniere“, der Mediziner-Gruppe um den Psychiater Marui und der Nicht-Mediziner-Gruppe um Otsuki (in Tokio). Von Ausnahmefällen abgesehen hat sich die psychoanalytische Therapie freilich auch im Zuge der Amerikanisierung in den letzten dreißig Jahren nicht einbürgern können. Die nicht-individualistische, vom japanisierten Buddhismus geprägte Kultur hat das Ideal der harmonischen Integration der Einzelnen in Gruppe, Gesellschaft und Natur entwickelt. Sie steht der an individueller Autonomie orientierten, charakteristisch „okzidentalen“ Psychoanalyse fremd gegenüber. Das lehrt ein Blick auf die typisch japanischen Morita- und Naikan-Therapien ebenso wie auf die „buddhistische Schule“ der Psychoanalyse (Kosawa).