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Auf eine Phase lebhaften psychoanalytischen Interesses an den psychosomatischen Krankheiten ist inzwischen eine Phase der Skepsis gefolgt. Seit etwa 1960 hat eine Gruppe von französischen Autoren (David, Fain, Marty, de M'Uzan) — unter Umgehung der ätiologischen Problematik — eine spezifische Persönlichkeitsstruktur der psychosomatisch Kranken postuliert. Cremerius stellt die These auf, daß diese „psychosomatische Struktur“ nicht krankheitsspezifisch, daß sie vor allem nichts „Primäres“ ist. Ausgehend von eigenen Erfahrungen, die er durch Fallskizzen illustriert, macht er geltend, daß die von den französischen Autoren getroffene Patienten-Selektion und die von ihnen arrangierte Untersuchungssituation das Erscheinungsbild der „psychosomatischen Struktur“ in hohem Maße determinieren.