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Ernest Bornemans Buch über das Patriarchat ist breit rezipiert und besprochen worden. Es ist ohne den totalen Bestsellererfolg geblieben, aber es hat einen Platz irgendwo im Innern eines Markt-Kreises (Richter, Schwarzer, Geschiehten-Gesdiichtssdireiber) erobert. Es ist als Bestseller und als Beitrag zur Feminismusdiskussion (mit persönlichem und politischem Anspruch) diskutiert worden.
Die Feministinnen sind von Bornemans „geschenktem Gaul“ nicht begeistert, sie haben ihm, wie H. Mabry meint, tief „ins Maul geschaut“. Sie wollen sich nicht — was auch nach Bornemans Verständnis vom Verlauf der Geschichte und von der Frauenbewegung, der er sich unterstellen will, paradox wäre — von einem Mann Richtlinien und Strategien ihres Kampfes vorsagen lassen. Zumal dieses Lösungsangebot so weit in Urgründe zurückgeht, aus zweifelhaftem evolutionsgeschichtlichem Denken die Hoffnung auf Veränderung zieht und nicht primär aktualpolitisch — an der gesellschaftsspezifischen Ausbeutung der Frau heute — orientiert ist. Ja, er habe den Zugang zu einer progressiv voranschreitenden politisch-ökonomischen Bearbeitung der Frauenfrage eher verbaut1. Bornemans generelle Forderung lautet:
„Wenn die Frau versucht, sich im Patriarchat Gleichberechtigung zu verschaffen, macht sie sich … zum Handlanger eines Ausbeutungssystems, das den Gemeinnenner von Sklaverei, Feudalherrschaft und Kapitalismus darstellt: den Gemeinnenner der Klassenherrschaft. Will sie sich und ihre Kinder je von der Tyrannei der Klassenausbeutung befreien, muß sie nicht nur das Patriarchat, sondern auch das Produktionssystem zerschlagen, das ihm zugrunde liegt. Die Befreiung der Frau kann nur durch die Befreiung der Gesellschaft erfolgen, die Befreiung der Gesellschaft aber nur durch die Befreiung der Klassen.“
Er ergänzt diese These und Forderung durch die von der (natürlich) überlegenen Frau, die ihre Überlegenheit wieder in der „Befreiung von Geschlechtlichkeit“ finden könne. Als konkrete Maßnahmen schlägt Borneman vor, die