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Im Anschluß an M. Bouvet sieht der Autor in der zwanghaften Wahrung der Distanz zum Objekt (bei jeder Intensivierung des sozialen Kontakts) das Hauptproblem von Zwangsneurotikern. Das enorme Distanzbedürfnis der Patienten schließt auf der ersten Stufe der Behandlung direkte Deutungen weitgehend aus. Hier kann der Therapeut zunächst nur die Eigenart seines Patienten respektieren, freiere Verhaltensweisen demonstrieren und dem Patienten seine projektive Abwehr zurückspiegeln. Nach dem Abklingen der Abwehr-Symptomatik folgt eine (in der Regel kurze) Phase der Behandlung der Übertragungsneurose.
„Ein Patient, der die Zwangsbefürchtung hatte, der Analytiker könnte während der Stunde sterben, muß sich deshalb zwangsweise nach ihm umsehen und folgende Beruhigungsformel aussprechen: ‚Der lebendige Doktor sitzt im Abstand hinter mir‘“ (Fenichel, 1931, S. 143).