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In ihrer Wendung gegen die Diagnostik der klinischen Psychiatrie mit ihrer statischen Einteilung nach Rubriken, deren Titel von Klinik zu Klinik wechseln, haben die Psychoanalytiker die Diagnostik oft vernachlässigt oder bewußt abgelehnt. Sie begnügten sich mit der Einteilung Psychose (unbehandelbar) und Neurose (behandelbar). Die Konsequenzen dieser Einteilung sind in den letzten Jahrzehnten kritisiert worden; gleichwohl ist die Frage, wen wir behandeln können und was wir dabei erwarten dürfen, ungemein wichtig. Jede Erweiterung unserer theoretischen Einsichten führt zu einer Erweiterung der Reichweite unserer Technik.
In dieser Periode entstand Anna Freuds Buch über das Ich und die Abwehr-mechanismen . Nachdem Freud in „Das Ich und das Es“ (, GW XIII, 235-289) und späteren Publikationen die Aufmerksamkeit auf die Ichfunktionen gerichtet hatte, erschienen viele Publikationen zur Frage der Ichstärke als eines Faktors der Indikationsstellung. Anna Freud führte die Diagnostik in „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ auf andere Bahnen: Sie beschrieb, wie man therapeutisch mit unerwünschten Affekten umgehen kann, und demonstrierte, daß die Fixierung auf bestimmte Abwehrmechanismen und deren außerordentliche Intensität zu einer Schädigung der Ichfunktionen führt. Die Schädigung der Ichfunktionen im Zusammenhang mit den Abwehrmechanismen