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Parin unterscheidet Anpassungs- von Abwehrmechanismen. Es handelt sich um kultur- und schichtspezifische Modi der Bewältigung von Anforderungen der sozialen Umwelt. Realitätsgerecht eingespielt, entlasten und stabilisieren sie das Ich, schränken aber seine Flexibilität ein, wenn es gilt, rasch sich ändernden sozialen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Um die Anpassungsmechanismen zu erforschen, muß die vereinfachende Annahme einer wesentlich invarianten sozialen Umwelt aufgegeben werden. Der Mensch ist nicht Meister im sozialen Haus, sondern gehorcht bewußtlos den Imperativen sozialer Institutionen. Soll die Psychoanalyse dazu beitragen, daß drückende Sozialverhältnisse verändert werden, muß sie den Individuen dabei helfen, die Automatik unbewußt wirkender Anpassungsmechanismen zu brechen.