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Die (1905 erschienenen) „Drei Abhandlungen…“ zählen wie die „Traumdeutung“ zur grundlegenden Literatur der Psychoanalyse. Marcus führt die eigentümliche Struktur des Textes vor Augen: seinen Palimpsest-Charakter; die Placierung der 2. Abhandlung; die Verbindung von Systematik und Offenheit; das Verhältnis von Konstruktion und Empirie. Die „Revolution“ der „Drei Abhandlungen“ bestand in der Aufhebung der kulturellen (wie individuellen) Amnesie über der infantilen Sexualität, in der Konstatierung des polymorph-perversen Charakters der menschlichen Sexualität, die den Sonderfall der heterosexuellen, genital zentrierten Sexualität erklärungsbedürftig machte.