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Die Didaktik der Psychoanalyse wird besonders dann zum Problem, wenn es um die Vermittlung der Psychoanalyse in Ausbildungsfeldern geht, in denen die Teilnehmer psychoanalytische Erfahrungen niemals praktisch, d. h. durch das Erleben einer Ubertragungsbeziehung im Verlauf einer persönlichen Analyse machen können. Wer, wie Peter Kutter, zutiefst davon überzeugt ist, daß die Psychoanalyse in Bereichen wie Jugendhilfe, Resozialisierung Straffälliger, Obdachlosenarbeit, Sozial-Psychiatrie von Nutzen, ja, äußerst wirksam sein kann, wird der Pionierarbeit Anerkennung zollen müssen, die Kutter zwischen 1972 und 1974 am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenen-bildung der Freien Universität Berlin leistete.
Gestützt auf Überlegungen zum Studiengang von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen und auf die Ratschläge einiger Kollegen — die einschlägige Literatur erwies sich als weitgehend unergiebig —, hatte Kutter eine Selbsterfahrungsgruppe mit Studenten der Sozialpädagogik eröffnet. Die Veranstaltung, für Studenten des Studienschwerpunktes „Arbeit mit Gruppen“ eine Pflichtübung, sollte den Auftakt zu einem mehrsemestrigen Programm der Vermittlung psychoanalytischer Kenntnisse mit Praktikum und Supervision bilden. Diese Veranstaltung wurde, so berichtet Kutter, von den Studenten größtenteils abgelehnt. Kutter gab deshalb seine Absicht auf, in den sozialpädagogischen Studiengang einen der psychoanalytischen Ausbildung analogen Ausbildungsstrang einzufügen. Stattdessen entwickelte er in einem weiteren, pragmatisch gehaltenen Veranstaltungsversuch eine Gesprächstechnik, in der er soziologische, gruppendynamische und gruppenpädagogische Elemente zu einem „pluridisziplinären“ Konzept zusammenführte. Aus dem Therapeuten wurde ein Pädagoge, der das Ziel verfolgte, die Aufmerksamkeit der Studenten für mehr oder weniger unbewußte psychodynamische Vorgänge und gruppendynamisch eigengesetzliche Prozesse zu schärfen. Vorbewußte, zwischen den Studenten ablaufende Prozesse konnten daraufhi