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Aus Anlaß des siebzigsten Geburtstags des Autors — der nach jahrzehntelangen, politisch bedingten Wanderungen heute in Schweden wirkt — wird hier
eine Auswahl seiner Arbeiten (teils in deutscher, teils in englischer Sprache) vorgelegt. Székely selbst teilt in der Einleitung diese Arbeiten in Gruppen ein. Die erste Gruppe — in den vierziger und fünfziger Jahren entstanden — enthält experimentelle Untersuchungen über Problemlösungsverhalten in der Tradition der Gestaltpsychologie. Im Gegensatz zur traditionellen Gestaltpsychologie wird jedoch in den hier vorgelegten Studien auch die Strukturbildung früherer Erfahrungen zum Gegenstand der Untersuchung, und die Dynamik der persönlichen Motivation bei der Problemlösung — die sonst in den „blinden Fleck“ des Forschers fiel — rückt methodisch und theoretisch in den Mittelpunkt. In diesem Sinne schreibt der Autor, er sei versucht gewesen, die gestaltpsychologischen Fachausdrücke durch die der modernen, psychoanalytischen Ich-Psychologie und der Strukturtheorie zu ersetzen.
Die zweite Gruppe wird von den i. e. S. psychoanalytischen Beiträgen gebildet, einige davon hier zum ersten Mal veröffentlicht: „Das Denken im Rahmen der psychoanalytischen Theorie“, „Die schöpferische Pause“, „A Psychoanalytic Study of Scientific Creativity“, „Research Problems of Creative Thinking“, „The Impact of Literary Work and the Aesthetic Illusion“. Die zuletzt genannte Arbeit ist den Lesern der „Psyche“ bekannt; sie erschien 1973 unter dem Titel: „Thomas Manns ‚Tod in Venedig‘. Mit Anmerkungen über psychoanalytische und marxistische Literaturinterpretation.“ Was diese Studie seinerzeit so interessant machte und von anderen Arbeiten zum gleichen Thema unterschied, war die Einbeziehung der Frage, wie ein Kunstwerk (in diesem Fall ein durch den Film vermitteltes Werk der Literatur) auf in Analyse befindliche Rezipienten wirkt. Die psychoanalytische Situation bietet besonders günstige Bedingungen für die Erforschung dieses Vorgangs, der — wie jeder