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Im Hinblick auf neuere Untersuchungen zur Genese von originellem Problemlösungsverhalten (bei „kreativen Talenten“) erörtert Müller-Braunschweig die psychoanalytische Theorie ästhetischer (und wissenschaftlicher) Innovation — im Anschluß an Kris, Kubie, Eissler, Sterba u. a. Ideale Voraussetzungen für „Kreativität“ bietet offenbar eine Kombination von außergewöhnlichen Spannungen in der Persönlichkeitsstruktur mit außerordentlicher Spannungstoleranz (Fähigkeit zu angstfreier Regression) und hoch entwickelten Sublimierungsmöglichkeiten. Bei der Komposition von Texten oder Musikwerken ist die Phasenabfolge von (rauschhafter, punktueller) Inspiration und kontrollierter Formung (Ausarbeitung) charakteristisch.