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Um die Psychotherapie der Schizophrenie ist es in den letzten Jahren sehr still geworden. Anfang der 50er Jahre waren überall in der Welt einzelne Pioniere und ganze Arbeitsgruppen tätig, die sich aktiv und optimistisch mit diesem Thema beschäftigten. Jetzt, zwei Jahrzehnte später, kann man die Kliniken an einer Hand abzählen, wo Schizophrene systematisch und kontinuierlich psychotherapiert werden. G. Benedetti gehört zu den wenigen, die diesem Thema und dieser Aufgabe über jetzt 25 Jahre verbunden geblieben sind, sich wandelnd jedoch in seinem Krankheitsverständnis und in seinem therapeutischen Vorgehen. Er bemerkt in der Einleitung zu den 22 Aufsätzen, die hier teilweise unter anderem Titel und etwas überarbeitet herausgegeben werden, daß er in bezug auf die Ätiologie biologischen Momenten mehr Gewicht einräumt als psychodynamischen. Die schizophrenogene Mutter und die Bedeutung der Eltern werte er heute weniger hoch. Aber er hält daran fest, daß es fortgesetzte Traumatisierungen im zwischenmenschlichen Bereich gibt, die zur Entstehung und zum Verlauf des schizophrenen Krankheitsprozesses wesentlich beitragen. Benedetti hat seit 1951 in den großen Sammelreferaten der „Fortschritte für die Neurologie und Psychiatrie“ in fünfjährigen Abständen die gesamte Weltliteratur zu dieser Problematik gesichtet und verarbeitet. Wie kein anderer kann er so der Vielfalt der Ansätze gerecht werden und Forschungsergebnisse verwerten, wenn er die Ursache der Schizophrenie diskutiert. Er bezeichnet diese Frage heute ausdrücklich als noch offen, erkennt allerdings den psychopharmakologischen und rehabilitativen Ansatz als gegenwärtig vorherrschend und fortschrittlich an. Zugleich bewahrt er seine psychodynamische Perspektive. Den Reiz dieser Sammlung von Arbeiten — meist Kasuistiken der frühen Jahre, Arbeiten zur Ursache und existentiellen Situation des Therapeuten aus den letzten Jahren — macht das Engagement des Verfassers aus, der die Psychodynamik an der gegenwärtigen kommunikati