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Hier wird von zwei Medizinern eine Fragestellung behandelt, die für jeden Erzieher von grundlegender Bedeutung ist. Das Buch zeigt in überzeugender Weise, wie eine engagierte Sozialmedizin durch ihre Orientierung an soziologischen und psychoanalytischen Argumenten nicht nur die Verschleierungsfunktion aufdecken kann, die eine konservative Psychiatrie gegenüber bestehenden Gewaltverhältnissen einnimmt. Das Buch bietet darüber hinaus selbst einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis von Brutalität in der Familie und ihren psychischen Auswirkungen sowie Ansätze zur Prophylaxe und Therapie. Es gliedert sich in fünf Kapitel1. Ausgehend von Symptomen der Gewalterziehung in Deutschland, insbesondere ihren familialen Bedingungen (Kap. 1), wird am Beispiel der forensischen Psychiatrie und der Berichterstattung über Kindesmißhandlungen in der Presse aufgezeigt, wie hier gesellschaftliche Tatbestände auf abnorme Persönlichkeitsveranlagungen reduziert werden (Kap. 2). Im dritten Kapitel werden die psychodynamischen Wirkungen des Schlagens auf das Kind analysiert. Das vierte Kapitel stellt, aufbauend auf den vorangegangenen Argumentationen, ein Plädoyer zur Abschaffung der Prügelstrafe dar, das sich vor allem an den Gesetzgeber wendet. Im Anhang, dem fünften Kapitel, finden sich neben statistischen Materialien zur Gewalterziehung in Deutschland zwei sehr wichtige Dokumente über die Bedeutung familialer Gewalt (Auszüge aus dem Selbstporträt des Jürgen Bartsch und eine Zusammenfassung des Buches „Familie und Aggression“ von Manteil im Hinblick auf die Familiengeschichte kriegsfreiwilliger Soldaten der „Green Berets“), ferner eine Analyse der Zeitschrift „Eltern“ zur Frage der Prügelstrafe. Damit sind die im Anhang zusammengefaßten Analysen mehr als nur