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In der folgenden Besprechung der o.g. Arbeit, deren Verfasser als Psychoanalytiker in Zürich tätig ist, werden zunächst die Hauptthesen durch Textausschnitte vorgestellt, anschließend einige kritische Überlegungen angefügt.
„Theologie ist immer und zuerst ‚Lehre von Gott‘ … und als praktische Verkündung Botschaft von diesem Gott… ‚Jene Wissenschaft, die Gott wahrzunehmen, zu verstehen und zur Sprache zu bringen hat‘“ (S. 22).
Psychoanalyse kann religiöse Phänomene nur betrachten, „wenn sie sich von der Theologie sagen läßt, was sie meint, wenn sie von Glauben spricht“ (S. 14). „Nicht die Existenz oder Nicht-Existenz eines höchsten, transzendenten Wesens, sondern der Glaube des Menschen an ein solches“ ist, so der Autor, schon der spezifische und ausschließliche Gegenstand der Freudschen Schriften über Religion gewesen (S. 106).
Psychologie befaßt sich nicht mit einem eventuellen „offenbarungsmäßigen Aspekt des religiösen Erlebens“ (S. 106). Sie erkennt nicht, „was Glaube ist, sondern wie Glaube funktioniert“ (S. 158). Religionspsychologie ist auf das „im Menschen sich ereignende Erleben des Glaubens gerichtet“ (S. 37) und fragt daher: „Wie kommt der Mensch dazu, religiös zu sein? Welche Bedeutung und Funktion hat der Glaube im Leben des Menschen?“ (S. 106).
Die Methode der ‚Psychologie des Glaubens‘ ist eine „religionspsychologische Reduktion“, die die „theologische Frage“ nach dem Offenbarungsgeschehen „einklammert“ und sich dem korrelierenden entwicklungspsychologischen Geschehen der Glaubensbildung zuwendet (S. 170 f.). „Psychoanalyse und Theologie fragen nach dem Sinn, aber in je verschiedener Weise. Die Psychoanalyse fragt nach dem Ursprung, die Theologie nach dem Ziel“ (S. 183).
Während die ‚Psychologie des Glaubens‘ die