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„Ich bin eine Maschine, dazu verdammt Bücher zu verschlingen und dann, in geänderter Form, auf den Dunghaufen der Geschichte zu werfen“ (Marx).
Die Gelehrten des 19. Jahrhunderts hatten den starken Wunsch, das ihnen zugängliche Wissen zu verarbeiten. Die Bewältigung des natürlich auch damals schon gewaltigen Materials suchten sie zum Teil über das Exzerpieren: Johann
hann Jakob Bachofen oder Karl Marx haben Hefte für ihre äußerst umfangreichen Auszüge aus der kulturgeschichtlich relevanten Literatur angelegt. Während Bachofen diese Exzerpte in sein aus allen Nähten platzendes Werk über „Das Mutterrecht“ auch noch im Verlauf der vierjährigen Drucklegung zu integrieren suchte, sollten sie bei Marx wahrscheinlich die Form einer gesonderten Publikation bzw. eines Teils einer solchen annehmen. Mit Sicherheit hätte er sie auf Fragen des Kolonialismus und der Technologie hin weitergeführt. Seine Beschäftigung mit der Ethnologie fügte sich in die rege Diskussion, die Ende des 19. Jahrhunderts um die Ergebnisse völkerkundlicher Forschung im Bereich der Gesellschaftstheorie, der Ökonomie und Jurisprudenz geführt wurde.
Marx füllte in den Jahren von 1880-1882 zwei Hefte mit kommentierten Auszügen aus den ethnologischen Schriften von Lewis Henry Morgan, John Budd Phear, Henry Sumner Maine und John Lubbock. Diese Autoren hatten, im Anschluß an Darwin und der sich ausbildenden Ethnologie, versucht, die Menschheitsgeschichte in einem evolutionistischen Modell, das die Entwicklung von den Urzeiten bis zur Gegenwart als steten Fortschritt darstellte, zu begreifen. (Marx trat dem Utopismus eines generellen Fortschritts jedoch entgegen.) Engels verstand seine 1884 (nach Marx‘ Tod) publizierte Schrift „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ als „Vollführung des Vermächtnisses von Marx“. Hier und in der Forschung der marxistischen Klassiker aus den 20er und 30er Jahren wurde die ethnologische und soziologische Rekonstruktion früherer Gesellschaftsstrukturen gelei