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Charles Brenner, ein in Deutschland durch seine „Gründzüge der Psychoanalyse“ bekannter amerikanischer Psychoanalytiker, legt sein neuestes Buch über die psychoanalytische Technik vor. Gerade, weil die psychoanalytische Technik ein so weites Feld ist — das letzte Buch über dieses Thema von Greenson ist leider nicht über den ersten Band hinausgekommen —, begrenzt Brenner sein Buch auf den Zusammenhang von Technik und psychischem Konflikt unter Berücksichtigung seiner persönlichen Erfahrungen. Brenner will nur ergänzen, nicht aber das ersetzen, was man in Einzelbesprechungen oder in Seminaren lernt. Die Eingrenzung des Themas hat den Vorteil, daß die Grundprinzipien psychoanalytischer Technik deutlich in den Vordergrund treten und das enge Verhältnis von psychoanalytischer Theorie und Praxis durchgängig gewahrt bleibt. Die Klarheit des Konzepts wird durch die bereits bekannte prägnante Diktion des Autors unterstrichen. Sie wird auch diesem Buch einen klassischen Charakter verleihen, und es wird deshalb ebenso schnell seinen Platz in der psychoanalytischen Ausbildung einnehmen, wie die „Grundzüge“, die inzwischen in 9 Sprachen übersetzt wurden.
Zwangsläufig hat ein solches Konzept auch seine Nachteile. Der Leser, der auf technische Anweisungen wartet, wie die Struktur einer analytischen Situation sich im Material abzeichnet, bevor sie sich dem Konzept des psychischen Konfliktes fügt, wird verständlicherweise nicht auf seine Kosten kommen; denn auch die erfreulich zahlreichen klinischen Beispiele sind bereits auf dem Niveau dieses konzeptuellen Hintergrundes formuliert. Das Buch ist in diesem Sinne nicht als Einführung für Anfänger gedacht, sondern für fortgeschrittene, praktizierende Analytiker und Leser, die sich einen Überblick darüber verschaffen wollen, wie die psychoanalytische Theorie das Vorgehen in der Praxis bestimmt. Das entspricht auch der Absicht des Autors.
Das Buch ist in 7 Kapitel gegliedert, jedes am Ende vorbildlich mit einer systematischen Zusammenfassu