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In diesem Beitrag kann keine systematische Darstellung der technischen Schriften Anna Freuds gegeben werden. Meine Hinweise sollen lediglich das Interesse der Leser für ein Studium der Schriften Anna Freuds wecken.
Anna Freud schreibt über die schwierigsten Probleme der psychoanalytischen Technik so lebendig, als befänden wir uns direkt in ihrem Arbeitszimmer. Aufgrund ihrer großen Erfahrung mit Kindern kennt sie deren Entwicklungsprozeß wie kaum ein anderer, was sie befähigt, auch die rekonstruierten Kindheiten in Erwachsenenanalysen lebendiger aufzufassen, als das vielleicht manchem anderen möglich ist.
Anna Freuds Einführung in die Technik der Kinderanalyse wurde in die englische, französische, dänische, holländische, italienische, japanische, spanische und portugiesische Sprache übersetzt. Es handelt sich bei diesem Buch um vier Vorträge, die 1926 in Wien für eine Gruppe von an der Kinderanalyse interessierten Analytikern gehalten wurden. In dem 1974 anläßlich der Publikation des ersten Bandes der Writings geschriebenen Vorwort sagt Anna Freud, daß der Kinderanalytiker sich heute mehr als vor fünfzig Jahren auf die Mitarbeit der Eltern stätzen kann. Auch brauchen wir nicht länger die pädagogisch-psychotherapeutische Introduktion, weil Anna Freud uns gezeigt hat, wie durch vorsichtige Deutung der Abwehr das Gefühlsleben des Kindes zugänglich wird. Sie ging 1927 von Erfahrungen mit zehn Kinderanalysen aus und nahm an, der Therapeut müsse das Kind positiv an sich binden, sich zu einer wichtigen Figur in dessen Leben machen; das Kind solle sich gegenüber den Eltern auf den Analytiker stätzen. In einer späteren Arbeit (Termination of Child Analysis, Writings Bd. 7) weist sie auf die Eigentümlichkeit hin, daß Kinderanalysen von Anfang an in negativer übertragung durchgeführt werden können und gleichwohl ein Arbeitsbündnis zustande kommt. Das erklärt sich natürlich daraus, daß Kinder nur selten aus eigenem Antrieb zu uns kommen und in der Regel von ihren Eltern geschick