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Identität bildet sich in der Arbeit, vielleicht zuerst im Spiel der Erinnerung. Ein Ausschnitt aus der Kinderanalyse mit einem 3-4jährigen Jungen zeigt — transponiert in die therapeutische Situation —, daß die Fähigkeit, sich zu erinnern, sich selbst in lebensgeschichtlicher Perspektive zu sehen, im Spiel von Mutter und Kind mit den gemeinsamen Erinnerungen erworben (bzw. nicht erworben) wird.
„Sodann meint Geschichte nicht so sehr die ‚Vergangenheit‘ im Sinne des Vergangenen, sondern die Herkunft aus ihr. Was eine ‚Geschichte hat‘, steht im Zusammenhang eines Werdens. (…) Was dergestalt eine ‚Geschichte hat‘, kann zugleich solche ‚machen‘. (…) Geschichte bedeutet hier einen ‚Ereignis‘- und ‚Wirkungszusammenhang‘, der sich durch ‚Vergangenheit‘, ‚Gegenwart‘ und ‚Zukunft‘ hindurchzieht.“
Martin Heidegger, Sein und Zeit, S. 378 f.