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Der vorstehende Text wurde von psychoanalytisch orientierten Medizinern, Psychologen und einem Philosophen verfaßt. Sie legten ihn psychoanalytischen Kolleginnen und Kollegen als politische Stellungnahme vor. Noch vor jeder inhaltlichen Diskussion richtete sich gegen den Text insbesondere ein Argument, das nach seinem politischen Schicksal fragte und dabei von äußerst pessimistischen Voraussetzungen ausging. Diesen lagen spezifisch psychoanalytische Annahmen zugrunde. Diese Annahmen sind zwar, bezogen auf die psychoanalytische Situation, angemessen; ihre Gültigkeit jenseits der Kur, d. h. im Alltag, kann aber angezweifelt werden. Weil eine solche Kontroverse von allgemeinem Interesse ist, wird dieser Teil der Diskussion über den Text hier wiedergegeben, denn daran läßt sich einiges über das Verhältnis politischer und fachimmanenter, psychoanalytischer Argumente zueinander und über die Entwicklung von politischem Verhalten zeigen. Solches Lernen, zu dem die innenpolitische Krise der Bundesrepublik stimuliert, ist vielleicht noch einer ihrer fruchtbarsten Aspekte.
Obgleich die Realitätsangemessenheit der vorgelegten Stellungnahme zur innenpolitischen Situation von niemandem bestritten wurde, bezweifelte man doch, daß die Publikation in der erwünschten Weise wirken könne; man fürchtete, eher möchten Fronten sich verhärten als aufgelöst werden. Diese Fronten sollen angeblich so verlaufen: Es gibt diejenigen, welche die in der Stellungnahme geäußerten Vorstellungen teilen und deshalb nicht aufgeklärt zu werden brauchen. Diesen gegenüber steht die große Zahl der anderen, die auf die unterschiedlichste Weise emotional derart in die politische Dynamik verstrickt sind, daß ein solcher Text nicht aufklärend wirkt, sondern gerade die irrational Beunruhigten emotional noch mehr in die Enge treibt, was dem Ziel der Publikation eines solchen