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Reformulierungen der Psychoanalyse in Wissenschaftsmodellen, die eine von ihr grundsätzlich verschiedene Wissenschaftsauffassung haben, gab es bereits mehrere. Zu erwähnen sind hier die Versuche von Dollard und Miller (1950), den Behaviorismus, und von Parsons (vgl. Schwanenberg, 1970), den Funktionalismus mit der Psychoanalyse in Konvergenz zu bringen. Der Strukturierungsversuch D. Rapaports (1960) muß hier ebenfalls genannt werden. Nun ist in der Psyche eine Arbeit der Autoren erschienen, die uns den Import einer weiteren Reformulierung bringt; diesmal — man ist ja immer an der vordersten wissenschaftlichen Front tätig (Pritz u. Mitterauer, 1014) — im kybernetischen Gewande.
In dieser Kritik soll und kann nichts über die Kybernetik als formales Kalkül gesagt werden, über die Berechtigung, Erkennen durch Errechnen zu substituieren bzw. über die Bedeutung dieses Ansatzes als Denkmodell, Methode, etc. in Naturwissenschaft, Technik, Wirtschaftswissenschaften (vgl. Prewo et al., 1973). Es geht allein um die Kritik des Versuchs, die Psychoanalyse — unter welchem Aspekt auch immer — auf der Metaebene kybernetisch zu begründen.
Versuche, alles und jedes kybernetisch zu begründen, sind nicht nur in der sog. Freien Welt seit geraumer Zeit in Mode1. In der DDR erschien bereits im Jahre 1964 ein Buch (G. Klaus 1964), das sich der Aufgabe widmet, die ‚wohlbekannten Grundeinsichten des historischen Materialismus‘ kybernetisch zu interpretieren, und Karl Marx als ‚materialistischen Kybernetiker‘ feiert. Wen mag es da wundern, daß sich auch Wissenschaftler finden, die darauf hinweisen können, daß Freud „Jones zufolge — der kybernetischen Theorie wohlwollend gegenübergestanden hätte“ (, 1005)? Freud, ein psychoanalytischer Kybernetiker? Man