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Es handelt sich bei dieser wichtigen Veröffentlichung um kein durchgehend geschriebenes und gegliedertes Buch, sondern — wie der Verfasser gleich eingangs betont — um eine Essaysammlung, die er in der Absicht zusammenstellte, den Leser zumindest streckenweise an einem zurückgelegten Weg teilnehmen zu lassen. Zunächst freilich war dieser Weg, ehe er ihn zur Familientherapie führte, ein Weg zur Psychoanalyse hin. In der Einleitung wirft Stierlin einen Rückblick auf das Psychoanalyse-feindliche Klima, wie es im ersten Jahrzehnt nach Kriegsende — aber auch noch längere Zeit danach — die deutsche Hochschule beherrschte (hier exemplifiziert am Beispiel Heidelbergs): „Während ich mich etwa abends in Mitscherlichs neu gegründeter Psychosomatischer Klinik in die Werke Freuds vertiefte, hörte ich am nächsten Morgen im Jaspersschen Seminar, Freud sei neben Marx der böse Genius unserer Zeit“ (S. 7). „Es ist daher kein Wunder“, heißt es im ersten Abschnitt des Buches, der den Titel „Die Begegnung von Existentialismus und Psychotherapie“ trägt, „daß in einem derartigen Klima von Vagheit und mangelnder Erkenntniskritik alle möglichen Theorien gedeihen können, die in ihrem Wesen gerade dem Postulat der Begegnung zu widersprechen scheinen“ (S. 39/40). Das gilt gleichermaßen für die von Jaspers und anderen existentialistischen