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Das Buch entstand aus den Bemühungen der Autoren, Studenten der FU Berlin einen Zugang zur Sozialisationsforschung zu vermitteln. Nach ihren eigenen Angaben erachteten sie dabei die konkrete Sozialisationsforschung (und deren Daten) als ein weniger wichtiges Unternehmen; wichtig hingegen sei die Frage „nach der Bedeutung der Sozialisationsforschung für eine auf Veränderung und Befreiung angelegte Praxis“ (S. 11). Konsequenterweise handelt das Buch denn auch (und hier als Titel etwas unpräzise) nicht von Forschungsergebnissen, sondern versucht herauszuarbeiten, welche Interessen, Ideologien, Mängel und blinde Flecken quer vor deren Ergebnissen liegen und diese entstellen. Nicht also die Sozialisationsprozesse werden beleuchtet, sondern die Sozialisationsforscher. Und da diese dem allgemeinen Zwangszusammenhang angehören, stellen die Autoren hier die Frage nach den gesellschaftlichen Verwertungszusammenhängen ihrer Arbeiten.
Nach einem einleitenden Kapitel, in dem sie die Grundlagen ihrer Diskussion vorstellen, werden in vier Kapiteln diejenigen Forschungsfelder umgrenzt, die in diesem Zusammenhang besondere Beachtung verdienen: es sind dies der psychoanalytische Ansatz (Kap. 2), soziologische Theorien der Sozialisation