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Vorgestellt wird ein Ausbildungsmodell, mit dessen Hilfe Musiker zu Musiktherapeuten ausgebildet werden sollen. Dabei hat die Musik die Dominanz, aber die therapeutischen Möglichkeiten werden durch Bewegung, Spiel und Sprache erweitert.
Musik-Hören und Musik-Machen haben eine Wirkung auf psychisch gestörte Menschen. Das war bereits in magischen Kulturen und in der Antike bekannt.
Zum Material, das die Autoren ausgewählt haben, ist zunächst zu fragen, warum etwa die Instrumente zum großen Teil an Mittelalter, Renaissance und an exotischen Kulturen orientiert sind. Warum soll von solchen Instrumenten mehr Erregung ausgehen als von Instrumenten der eigenen Kultur? Auch ist nichts über den psychotherapeutischen Effekt „multimedialer“ Modelle ausgesagt, über Versuche also, verschiedene Sinnesqualitäten gleichzeitig anzusprechen.
Man gewinnt den Eindruck, daß die Autoren experimentieren und herauszufinden versuchen, welche psychische Wirkung die Musik (plus Bewegung, plus Spiel, plus Sprache) eigentlich auf Menschen hat.
Problematisch ist, daß psychologische Begriffe aus unterschiedlichen Denkmodellen willkürlich benutzt werden und darum möglicherweise Verwirrung sowohl bei den Musiktherapeuten wie — als Folgeerscheinung — bei den psychisch gestörten Menschen anrichten können. Die Begriffe werden zu Beginn des Aufsatzes nicht definiert; es fehlt die Darlegung, welchem Denkmodell sich die Autoren eigentlich anschließen. So deuten etwa die Worte: Übungen, Einüben, Etüden, Einspeichern, Training von Wahrnehmung u. ä. auf die Lerntheorie. Konzentrationstraining und ähnliche Begriffe weisen auf die Entspannungstherapie hin (von Faust, der genannt wird, und sicher letztlich von I. H. Schulz). Andere Worte sind der Kommunikationstheorie entnommen. Malen nach Musik-Hören (Katathymes Bilderleben) wird der Psychoanalyse zugeordnet, wobei zu fragen ist, was hier unter Psychoanalyse verstanden wird.
Wollte man die Absichten der Autoren in psychoanalytische Begriffe übersetzen, so könnt