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Das vorliegende Werk des Würzburger Anthropologen und Psychotherapeuten ist Mittelstück einer Trilogie. Es schließt an, an das 1973 im selben Verlag erschienene Buch „Beziehung und Gestalt (Entwurf einer anthropologischen Psychologie und Psychopathologie)“ und verweist auf einen abschließenden 3. Band „Der Mensch im therapeutischen Gespräch (Einführung in die integrative Psychotherapie)“. Wie im ersten Buch, geht es auch hier dem Autor um eine fundamentale medizinische Anthropologie, in der gesundes und krankes Verhalten als ein auf die Welt, den Menschen und die Gesellschaft bezogenes Sinnganzes zu erfassen versucht wird. Das vorliegende Buch ist dem Wesen und den Formen der „Kommunikation“ gewidmet; „Kommunikation“ ist aus der anthropologisch-existential-ontologischen Sicht des Verfassers ein a priori des Existierens, dessen Grundweisen vor aller spezifisch-emotionalen oder noetischen Kommunikation liegen. Die umfassende Bedeutung von Kommunikation und ihre a priori-hzhe Struktur wird hier für die Tier- und Pflanzenwelt wie für die kommunikativen Existenzweisen des Menschen mit ihrer Störbarkeit in entsprechenden Psychopathologien aufgewiesen. „Grund“ von Kommunikation ist Mangel und Bedürfen, die nach Stillung verlangen; darauf folgen Widerstreit, Konflikt und Infragestellung bis zur neuerlichen Gleichgewichtsfindung. Kommunikation ist also fortwährende Dialektik von Mangel und Stillung, sie vollzieht sich in Kompensationen. Kompensationen sind aber nur Möglichkeiten der Gleichgewichtsfindung in den widersprüchlichen Prozessen der Lebewesen und des Menschen; sie drängen zu weiteren Ungleichgewichten mit neuen Kompensationsgraden auf höheren und weiteren Stufen der Kommunikation. Wyss verfolgt diesen Grundgedanken anhand von biologischen, psychologischen und kulturellen kommunikativen Vorgängen und Entwicklungen. Kommunikation wird durch Raum, Zeit, Leistung und Leib strukturiert. Spezifizierungen von Mitteilung, Aufnahme und Antwort in der Lebenswelt sind das „Er