You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Lester Grinspoon, Psychiatrieprofessor in Harvard, ist auf dem Gebiet der Untersuchung psychotroper Substanzen alles andere als ein Unbekannter. Nach seiner Beschäftigung mit Cannabis („Marihuana Reconsidered“, 1971, 21977 und Amphetaminen („The Speed Culture. Amphetamine Use and Abuse in America.“ Mit Peter Hedblom, ) festigt dies neue Buch über Kokain seinen Ruf als nüchterner, den Substanzen selbst gegenüber unparteiischer Sammler und Bewerter der vorliegenden Kenntnisse, Einsichten, Ansichten und Voreingenommenheiten. Entsprechend ist denn auch schon Lob gezollt worden: „Of the numerous books that have been written on cocaine, it is without a doubt the finest. It will probably remain the classic volume for a long time.“ Wenn Solomon H. Snyder so seine Rezension beendet (High Society, in: The Sciences [New York Academy of Sciences], 17 [Nr. 3] , S. 23-24), dann fehlt nach meinem Dafürhalten die Erwähnung eines Schwerpunktes des Buches, dessentwegen auch jemand, dessen Spezialgebiet nicht gerade die chemisch definierbare Substanz Kokain und ihr Einfluß auf den menschlichen Organismus ist, aus diesem Buch lernen kann. Gewiß werden Koka und Kokain und ihre Anwendungen und Wirkungen sorgfältig dargestellt — die Lakunen unerforschter Fragen sind erschreckend weit -, die geschichtlichen Bedingungen und Veränderungen des Konsums dieser Substanzen werden eingehend aufgezeichnet; von hier aus aber werden umfangreiche Vergleiche mit anderen Mitteln