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Dem geheimnisvollen Sprung von der Psyche zum Körper (; ) versuchen in diesem Buch drei Autoren nachzugehen. Als Vertreter von drei verschiedenen Disziplinen, Pädiatrie (Kreisler), Kinderpsychiatrie (Soulé) und psychoanalytischer Psychosomatik (Fain), diskutieren sie die Phänomene der psychosomatischen Erkrankung im ersten und zweiten Lebensjahr. Ausgehend von der Beobachtung des erkrankten Kindes, seiner Mutter und des Milieus, versuchen die Autoren Hypothesen über die Entstehung psychosomatischer Affektionen zu finden. Sie tun dies aus der Überlegung, daß es einfacher sei, beim Kleinkind den Rückgriff auf den Körper zu beobachten als beim Erwachsenen. Denn beim Erwachsenen müsse mit komplizierten, teilweise verfestigten Abwehrstrukturen gerechnet werden. Auch wenn die beiden Analytiker Fain und Soulé aus der Betrachtung eines Falles metapsychologische Folgerungen ableiten, bleiben sie durchs ganze Buch hindurch mit den konkreten Fällen in Verbindung, wohl nicht zuletzt, weil das Buch in seiner ursprünglichen Form, der Diskussion zwischen den drei Ärzten, belassen worden ist. Die Autoren scheuen sich dabei auch nicht, verschiedene, einander zum Teil widersprechende Ansichten nebeneiander stehen zu lassen.
Die Definition Kreislers, wonach eine psychosomatische Erkrankung eine „physische Erkrankung ist, bei deren Determinierung oder Entwicklung hauptsächlich die Ursache in konflikthaften psychischen Faktoren liegt“, ist der Ausgangspunkt für die Untersuchungen. Kinder und deren Mütter, manchmal auch deren Väter, werden daraufhin von den beiden andern Spezialisten gesehen. Dabei legt Soulé das Hauptgewicht auf die Beobachtung, daß bei psychosomatisch erkrankten Kindern eine Störung in der Interaktion zwischen Kind und umgebendem Milieu vorliege, wobei die Kommunikation des Kindes somatischer, diejenige der Mutter psychologischer Natur sei. Eine Dysfunktion in der Mutter-Kind-Dyade im ersten Lebensjahr müsse als Ausgangspunkt für diese Erkrankung angenommen werden. Gewi