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Die Autorin, die als Psychoanalytikerin am Hôpital des enfants malades in Paris arbeitet, beschreibt in ihrem Buch Äußerungen, Reaktionen und Bewältigungsmöglichkeiten von 5- bis 15jährigen Kindern, die an unheilbaren Krankheiten, meist Nierenerkrankungen, leiden. Es ist ihr wichtig zu zeigen, daß Kinder eine Ahnung, wenn nicht gar die sichere Gewißheit ihres Schicksals haben. Sie will eine Bresche in die Mauer schlagen, die aus Klischees und Schutzbehauptungen („Es weiß nicht, was der Tod ist“; „es ist noch zu klein, um mit ihm darüber zu sprechen“) um Kinder errichtet wird.
In erster Linie wendet sie sich an diejenigen, die in ihrem Beruf mit sterbenden Kindern zusammen sind: Ärzte, Psychologen, Erzieher. Sie möchte ihnen eine Hilfe bieten, todkranken Kindern zu begegnen, wenn die ärztliche Kunst versagt, wenn sie mit „leeren“ Händen am Krankenbett stehen.
Im 1. Kapitel läßt sie todkranke Kinder zu Wort kommen. Im folgenden Kapitel werden die letzten Monate und Tage von drei sterbenden Kindern sowie ihre Versuche beschrieben, die unerträgliche Situation zu bewältigen (Hilferuf an Außenstehende, Übernahme einer Sündenbockrolle, Suche nach Liebe, Mutismus, Rückzug).
Bei sechs Patienten (3. Kap.) zwischen 7 und 13 Jahren werden die Beziehungen des Kindes zu seinen Eltern, zu seiner Krankheit und ihrer Behandlung sowie zum Pflegepersonal ausführlich dargestellt.
Als Beispiele hierfür seien genannt: zu enge Mutter-Kind-Beziehung bei fehlender Beziehung des Vaters zum Kind; der Körper des Kindes wird Projektionsort mütterlicher Wünsche; Erkrankung des Kindes als Bestrafung für schuldhaftes Versagen der Eltern; Phantasien um die künstliche Niere; Möglichkeiten, auf die Fragen des kranken Kindes einzugehen.
Das 4. Kapitel widmet die Autorin der Trauer. Sie zieht hierzu andere Veröffentlichungen — „The Other“ von Thomas Tryon und zahlreiche Artikel aus The Psychoanalytic Study of the Child — heran, anhand deren sie ihre Überlegungen zur Trauerarbeit bei Kindern zwischen 2 1/2 un