You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Von Matt zeigt, daß die schlichte Annahme, die dichterische Fiktion werde durch die (hier: geschlechtsspezifischen) Tagtraumphantasien des Autors (bzw. der Autorin) determiniert, unhaltbar ist. Jene lebensgeschichtlich bestimmten Wünsche werden im Medium der Opus-Phantasie, die den kreativen Prozeß steuert und wesentlich von literarischen Vorbildern und vom imaginierten potentiellen Leser bestimmt ist, verarbeitet und gebrochen. Die Opus-Phantasie vermittelt persönliches Leiden, persönliches Glück mit der literarischen Tradition und den sozialen Normen.