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Deckname und Titel sind eine kämpferische Geste. Sie bezeichnen die verzweifelte Anstrengung des Autors, eine nach innen gewendete, versteckte Aggression nach außen zu kehren, sichtbar zu machen, gegen ihren Ausgangspunkt zu richten. Der da endlich und zu spät zum Gegenangriff übergeht, ein „Terrorist“ gegenüber dem eigenen Körper und ebenso konsequent wie jene „Terroristen“, die ihrer Gesellschaft den Krieg erklärt haben (der Vergleich stammt vom Autor selbst), ist zerfressen vom Krebs.
Diese Krankheit scheint hier alles andere als ein unbegreifliches Schicksal zu sein. Eines Tages entdeckt Z. an seinem Hals einen Tumor. „Obwohl ich noch nicht wußte, daß ich Krebs hatte, stellte ich intuitiv bereits die richtige Diagnose, denn ich betrachte den Tumor als ‚verschluckte Tränen‘. Das bedeutete etwa soviel, wie wenn alle Tränen, die ich in meinem Leben nicht geweint hatte und nicht hatte weinen wollen, sich in meinem Hals angesammelt und diesen Tumor gebildet hätten, weil ihre wahre Bestimmung, nämlich geweint zu werden, sich nicht hatte erfüllen können. Rein medizinisch gesehen, trifft diese poetisch klingende Diagnose natürlich nicht zu; aber auf den ganzen Menschen bezogen sagt sie die Wahrheit aus: Das ganze angestaute Leid, das ich jahrelang in mich hineingefressen hatte, ließ sich auf einmal nicht mehr in meinem Inneren komprimieren; es explodierte aufgrund seines Überdruckes und zerstörte bei dieser Explosion den Körper“ (S. 132).
Mit einem Schlag kristallisiert sich der „Sinn“ eines 30jährigen Lebens in diesem Symptom. Freilich bedarf es der Anstrengung einer Psychotherapie, damit Z. sich im einzelnen erinnern und das Erinnerte wiedererleben und begreifen kann. Für eine Heilung ist es jedoch zu spät. Je mehr die Einsicht in die Wurzeln des Krebses wächst, je schärfer und entschlossener Z. zum Gegenangriff übergeht, desto hoffnungsloser wird der Wettlauf mit dem Tod, desto deutlicher zerreißt das „psychosomatische Simultangeschehen“ (Mitscherlich, Krankheit als Ko