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Das hier vorgelegte Buch stellt den Versuch dar, verschiedene methodische Ansätze — literaturwissenschaftliche, soziologische und psychoanalytische — zu einer interdisziplinären Form der Literaturbetrachtung zu verschmelzen, die der Autor psychosoziologisch nennt und folgendermaßen begründet: „Da die psychische Struktur des Autors das Ergebnis des jeweils erreichten Ausgleichs zwischen oft widersprüchlichen personalen und sozialen Fragen darstellt, verspricht ein psychosoziologischer Frageansatz nicht nur über die personalen und sozialen Faktoren eines Werkes Aufschluß zu geben, sondern auch über den im ganzen schwer faßbaren Vermittlungsprozeß zwischen Werk und Zeitgeschichte“ (S. 8). In diesem Sinne verlagert sich der Aufmerksamkeitsfokus vom Werk — zumal der „ihm eigentümliche Pinselstrich, die Originalität des Zugriffs, seine Dichte und sein Kolorit“ (S. 11) sich der Erklärung entziehen — auf die Person des Künstlers, ohne daß dieser damit zum Gegenstand eines neuen pathographischen Interesses wird. Es geht vielmehr — in Anlehnung an Erikson — um die Erfassung jenes Prozesses der Identitätsbildung, der vor allem dort aktuell ist, wo im Rahmen einer neuen sozialen Situation ungewohnte Elemente integriert oder verworfen werden müssen. Diese Situation kennzeichnete auch die Schicksale der Identitätsbildung im Falle Hofmannsthals: der Zerfall einer etablierten Wertwelt wurde