You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die beiden Bändchen erscheinen in den „Schriften zur Kinder- und Jugendliteratur“, einer literaturpädagogisch ausgerichteten Reihe, die sich an pädagogisch Tätige wendet, aber auch an Fachleute auf dem Gebiet der Jugendliteratur. Der Verfasserin geht es um Psychohygiene: darum, dem Kind die Möglichkeit zu geben, ‚Lastendes aus sich hinauszulesen und Ermutigendes in sich hineinzulesen‘ (F 3) 1. So findet sie im Märchen vom Froschkönig einen ‚Gehalt, welcher aus innerem Bejahen und Mitgehen heraus weitergegeben, im Sinne der Psychohygiene als Impuls wirkt‘ und einen ‚günstigen Einfluß‘ ausüben kann (F 17).
Ihre Deutung der Märchen ist volkskundlicher Erzählforschung sowie eklektizistisch rezipierter Tiefenpsychologie und Psychoanalyse verpflichtet. Sie zerlegt ein Märchen in einzelne Bestandteile (die jüngste Königstochter, das Spiel mit der goldenen Kugel, das helfende Tier) und verfolgt diese jeweils durch eine Fülle von Märchenvarianten und Mythen, um sie zunächst für sich und schließlich im Kontext des jeweiligen Märchens tiefenpsychologisch zu deuten. Hierbei setzt sie voraus, „daß die Märchen in Symbolbildern verschlüsselt von den großen Reifeschritten und Entscheidungen im menschlichen Leben berichten und zeigen, wie dies vor sich geht und wie der Mensch das Leben bestehen kann und soll“ (F 4), und gelangt dann zu Feststellungen wie der, daß