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Man muß die anderen Bücher von Norman N. Holland, dem psychoanalytisch ausgebildeten amerikanischen Anglisten, kennen, um vor der Lektüre ahnen zu können, was sich hinter diesem Titel verbirgt: eine umfassende psychoanalytische Theorie der literarischen Rezeption, eine kritische Revision und Fortsetzung des Buches The Dynamics of Literary Response , eine breitere Darstellung der Gedanken von Poems in Persons . Was der Titel betonen will, ist der empirische Ansatz: der Verfasser hat fünf Studenten drei Short Stories vorgelegt: Faulkners A Rose for Emily, Fitzgeralds Winter Dreams und Hemingways The Battler. Die Auswertung der Tonbandaufnahmen der Gespräche, in denen die Versuchspersonen ihre so spontan wie möglich gehaltenen Reaktionen auf die Texte formulierten, bildeten das Hauptmaterial des Experiments. In gewisser Hinsicht setzt das Buch also die Traditionen der Response-Forschung fort, die mit I. A. Richards' Studentenbefragungen in Practical Criticism angefangen hatte und die in der Bundesrepublik etwa mit der Studie über Celans Fadensonnen vertreten ist (W. Bauer u. a., Text und Rezeption; Frankfurt, 1972). Hollands Ausgangspunkt lautet zwar ganz nüchtern und praktisch: „We can only work with real minds in real people“ (S. 39), aber der Weg seiner Untersuchung führt am Ende zu anthropologischen Spekulationen, die das empirische Material weit hinter sich lassen. Für diejenigen Leser, die Hollands Dynamics kennen, mag der Hinweis nützlich sein, daß er das dort skizzierte Rezeptionsmodell in einigen wichtigen Punkten revidiert. Phantasien, so heißt es jetzt, sind eigentlich nicht im literarischen Werk verkörpert, sondern im Geiste des Lesers, und die Kategorien Stimulus/Response treffen den wahren Sachverhalt der Rezeption