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Bestrebt, wissenschaftliche Geltung zu erlangen, hat sich die Psychologie am Methodenideal der klassischen Physik orientiert. Der Primat der Methode, die sie ohne Rücksicht auf ihren spezifischen Gegenstand sich zu eigen machte, implizierte die Erhöhung der physikalisch meßbaren zur »eigentlichen« Wirklichkeit. Die Psychologie verlor damit ihr »Objekt«: das Erlebnissubjekt, dessen Wahrnehmung und Verhalten mit »Sinn« geladen sind. Die psychologische Kritik an der Psychoanalyse mißt diese nach wie vor an externen Kriterien von Wissenschaftlichkeit und übersieht dabei ihre spezifische Leistung: die Ausbildung einer neuen, gegenstandsadäquaten Erkenntnismethode.
»Warum fragen Sie eigentlich immer wieder, ob die Psychoanalyse auch wissenschaftlich genug ist? Warum fragen Sie nicht lieber, ob die Wissenschaft psychodynamisch genug ist?«