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Das Buch beschäftigt sich (im Gegensatz etwa zu dem Auswahlband über die »Psychologie des Ich« von Kutter und Roskamp) mit der »Ich-Psychologie im engeren Sinne«. Nachdem in seinem ersten, von Sibylle Drews geschriebenen Teil »Die Grundlagen der Ich-Psychologie bei Sigmund Freud« dargestellt werden, ist im zweiten, von Karen Brecht verfaßten Teil »Der Ich-Begriff bei den Klassikern der Ich-Psychologie« (Hartmann, Kris und Löwenstein, Rapaport, Gill) Gegenstand einer kritischen Untersuchung und z. T. polemischen, gleichwohl betont theorie-immanenten Auseinandersetzung.
Einleitend wird von Freuds Wurzeln in der Naturphilosophie, entschiedener aber im Positivismus, der »Lehre von den Fakten, die in der Folge zu einer szientistischen Wissenschaftsauffassung beitrug« (S. 17), ausgegangen. Ausführlich wird sodann die prä-analytische Phase in der Entwicklungsgeschichte der psychoanalytischen Theorie dargestellt, worauf in anderen Abschnitten Bezug genommen wird. Während in dem ersten, eigentlichen psychoanalytischen Modell des psychischen Apparats (dem später als topographisch bezeichneten, mit den Systemen des Ubw, Vbw und Bw) der Ich-Begriff der prä-analytischen Phase »sozusagen latent ist« (S. 50) und erst wieder in der Instanz »Ich« des Strukturmodells auftaucht, werden als dem Vbw zugehörig »Funktionen und Funktionsmodi« (S. 49) beschrieben, die zuvor und später dem Ich zugeteilt werden. Daneben hatte Freud, im Anschluß an die und in Modifikation der vorpsychoanalytischen, stärker physiologischen Vorstellungen, etwa im »Entwurf«, diesen topographischen Systemen eine »eigene Besetzungsenergie zugedacht, wobei aber ungeklärt blieb, ob dabei an jedem System ursprünglich zugehörige Energie gedacht ist, oder ob diese Energie durch bestimmte Prozesse erst erworben werden muß — wie es z. B. für das Ich des Entwurfs und das Ich des Strukturmodells zutrifft« (S. 62). Im Vorgriff auf den zweiten Teil verweist Drews auf die »These der Ich-Psychologen«, die mit ihrer Annahme, daß