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Vor sechs Jahren erschien ein neues Buch auf dem psychoanalytischen Buchmarkt, das in den ersten amerikanischen Rezensionen als „forthcoming classic in the field“ angesprochen wurde (Library Journal, ). Inzwischen liegt der vierte Band dieses Annuals vor und, wie leicht festzustellen war, wurde über die ersten drei Bände dieser Reihe in der deutschen Fachliteratur keine Zeile verloren. Ist diese Zurückhaltung gerechtfertigt, drückt sie eine fundierte Skepsis aus oder basiert sie schlicht auf einer Vernachlässigung jener wissenschaftlichen Mitteilungen, die die bei uns vorherrschenden wissenschaftlichen Arbeitsprinzipien in Frage stellen würden?
Die Herausgeber dieser Reihe — Leo Goldberger, Robert Holt, Lester Luborsky, Emanuel Peterfreund, Victor Rosen, Benjamin Rubinstein, Daniel Shapiro, Theodor Shapiro, Donald Spence und Peter Wolff — lassen sich wohl in aller Kürze durch ihre Wertschätzung des inzwischen verstorbenen George Klein und der von ihm vertretenen Forschungsphilosophie charakterisieren; ihm wurde auch der erste Band der Reihe gewidmet. Es war für die Initiatoren des Projekts — Rubinstein und Peterfreund — unerläßlich, sich seiner Mitarbeit zu versichern. George Klein hatte als langjähriger Herausgeber der Reihe Psychological Issues — einer im deutschen Sprachraum wohl ebenfalls zu wenig bekannten Serie — eine Wissenschaftsauffassung der Psychoanalyse verkörpert, die bei uns allzu lange nur Gegenstand von ideologischen Auseinandersetzungen war, während sie in Form der Psychological Issues seit Jahrzehnten auch einen praktischen Ausdruck findet. George Klein vertrat nämlich die Erweiterung und Vertiefung der wissenschaftlichen Basis der Psychoanalyse, ihre Bereicherung durch den Austausch mit anderen Wissenschaften, eine Verpflichtung, die theoretische Klärung Hand in Hand mit empirischer Forschung durchzuführen. Trotz der Verpflichtung auf die methodischen Ideale der empirischen Wissenschaften, das eigentliche Forschungsobjekt der Psychoanalyse nicht au