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Die Borderline-Störung ist, phänomenologisch gesehen, im Grenzbereich von Neurose, Psychose und schwerer Charakterstörung angesiedelt. Hier wird versucht, das Borderline-Syndrom in seiner Eigenständigkeit differentialdiagnostisch zu charakterisieren. Die von Otto Kernberg entwickelte Theorie der Borderline-Persönlichkeitsorganisation wird mit anderen theoretischen Ansätzen und mit Hypothesen der Autorin integriert. Die Entwicklung zur Borderline-Struktur wird demnach durch eine Traumatisierung der kindlichen Autonomiestrebungen im 2.-3. Lebensjahr eingeleitet; deren Resultat ist eine spezifische Ich-Pathologie (bei der primitive Spaltungs-Abwehrmechanismen vorherrschen).