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Mit „Elemente der Gruppentherapie“ macht Kutter, ein erfahrener Gruppenanalytiker, der wichtige Beiträge zur psychoanalytischen Gruppentherapie geliefert hat, den Versuch, die bisherigen Konzepte über analytische Gruppenprozesse, Gruppenphasen, Teilnehmerzusammensetzung, Leitverhalten usw. in Form eines Lehrbuches der Gruppentherapie zu integrieren. Indem er das Ergebnis dieses Versuches bescheiden „Elemente der Gruppentherapie“ nennt, gibt er zu erkennen, daß ein derartiges Projekt bei dem gegenwärtigen Stand des Wissens über Gruppentherapie notwendig erweise, vorläufig und unvollkommen bleiben muß, wenn man nicht, wie z. B. Argelander, in der Gruppenanalyse wichtige Teilaspekte des Gruppengeschehens durch eine spezifische Erkenntnis und Deutungstechnik als alleingültige diagnostische und therapeutische Instrumente hervorheben will.
Kutters Darstellungen bewegen sich auf drei Ebenen: 1. der der praktischen Beispiele; hierzu werden drei Gruppenverläufe detailliert beschrieben — eine Gruppe von Patienten mit „klassischen Neurosen“, eine von Patienten mit „narzißtischen Störungen“ und eine mit Borderline-Patienten; 2. der Ebene der theoretischen Konzeptualisierungen zu Einzelaspekten und -beispielen, z. B. zur Aktualisierung der frühen Mutter-Kind-Beziehung (S. 63 ff.) oder des Ödipuskomplexes (S. 82 ff.) in der Gruppe; 3. der Meta-Ebene der Theorie des Gruppenprozesses, der Übertragungsformen, der Gruppenstrukturen und der Leiterrolle.
In der Gruppe, in der an die Stelle der freien Assoziation die „Gruppenassoziation“ bzw. die „frei flottierende Diskussion“ oder Interaktion tritt, stehen dem Leiter nach Kutter drei Erkenntnis-Wege zur Verfügung: Auf dem „verstehenden Weg“ erfaßt der Leiter sowohl die gemeinsame unbewußte Gruppenphantasie als auch die individuellen Reaktionen der Teilnehmer darauf;