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Elisabeth Trojes Publikation ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Es geht um eine Gruppe. Diese Gruppe ist eine Selbsthilfe gruppe, und zwar eine Selbsthilfegruppe von Studenten. Die Selbsthilfegruppe machte eine Initialphase von zehn Sitzungen mit einem Leiter durch. Sie wurde von der psychotherapeutischen Beratungsstelle einer Universität ins Leben gerufen. Ich möchte zunächst über das berichten, was in dem Buch steht, um dann mir wichtig erscheinende Stellen zu kommentieren.
Wie der treffende Titel ausweist, wird die Gruppe wie ein Mensch gesehen, dessen Porträt man zeichnen kann — wenn auch „immer in einer Beziehung zu den Entwicklungen der Individuen“ (S. 9). Der Leiter tritt mit der Gruppe in einen Dialog. Dieser wird in Gedächtnisprotokollen von der Verfasserin wiedergegeben, die insofern Tagebuchcharakter haben, als sie sehr subjektiv gehalten sind und offen und aufrichtig auch die eigenen Gefühle, Ängste und Besorgnisse zeigen. Die Gruppenarbeit beginnt mit dem Problem, daß zwei Teilnehmer gekommen sind, die gar nicht auf der Anmeldeliste standen; ein Student fehlt unentschuldigt, während ein anderer sich entschuldigen läßt. Einer nimmt unangemeldet teil, ohne sich je zu erkennen zu geben. Im weiteren dreht sich die erste Sitzung um die Rolle des Leiters. Zugleich fühlt jeder sich unbewußt vom Ausschluß bedroht (S. 27). Die folgenden Sitzungen sind durch Spaltung der Gruppe in zwei Parteien gekennzeichnet, was als Folge von Enttäuschungen hochgespannter Erwartungen gegenüber der Gruppenleitung verstanden wird. Ferner geht es um Ablösungs- und Trennungs-Probleme. Außerdem werden, orientiert an W. R. Bion, Kampf/Flucht-Tendenzen und Paarbildungen als Widerstand gegen das gesetzte Ziel der Arbeit an eigenen Problemen beschrieben sowie Rivalität zwischen Gruppe und Leiter und zwischen den Teilnehmern untereinander. In regressiven und progressiven Bewegungen des Gruppenprozesses ergeben sich große Schwierigkeiten, sich mittels der Sprache auszudrücken. Als noc