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Nachdem Reinhard Fatke bereits 1971 im gleichen Verlag eine Sammlung von Fritz Redls Schriften unter dem Titel „Erziehung schwieriger Kinder“ herausgegeben hat, liefert er nun einen weiteren Beitrag, um Fritz Redl dem deutschen Leserkreis bekanntzumachen. Dazu wählte er ein Kapital der amerikanischen Originalausgabe mit dem Titel ‚Controls From Within‘ (The Macmillan Company, New York 1952) aus. In der Einleitung betont Fatke, daß gerade dieses Kapitel isoliert publiziert wurde, weil es „eine Fülle von konkreten Anregungen auch für Eltern, Lehrer und Erzieher … enthält“ (S. 12), und daß die übrigen Kapitel später in einer gesonderten Ausgabe erscheinen werden.
Redl, Lehrer und Psychoanalytiker in Wien, 1936 in die USA emigriert, trat bereits vor seiner Emigration durch Veröffentlichungen auf dem Grenzgebiet zwischen Psychoanalyse und Pädagogik hervor. Er, der zeitweise eng mit August Aichhorn zusammenarbeitete, fand in der Psychoanalyse Erkenntnisse, die für die Erziehungspraxis von großer Bedeutung sind. Andererseits entdeckte er bald, daß in psychoanalytischen Aussagen einige Aspekte nicht enthalten sind, die für die tägliche Praxis des Erziehers vorrangig wichtig sind. So steht der Erzieher oft hilflos vor der Frage: „Wie verhalte ich mich als Gruppenerzieher konkret Kindern gegenüber, die sich in bestimmter Weise aggressiv verhalten? Zwar weiß ich einiges über die Ursachen, die bei diesem oder jenem Kind zu diesen Verhaltensweisen führen, jedoch ist damit für mich noch nicht geklärt, ob ich in solchen Situationen eingreifen soll und wenn, wie?“
Redl geht zusammen mit dem Sozialpädagogen Wineman, seinem Mitarbeiter in vielen Projekten, dieser Frage nach. Die Autoren stellen insgesamt 17 Techniken zur Steuerung des aggressiven Verhaltens von Kindern vor. Selbst erprobt haben sie diese an einigen stark verwahrlosten Kindern in Detroit, die sie 2 Jahre lang in einem therapeutischen Heim, dem sog. ‚Pioneer House‘, betreuten.
Im Unterschied zu pädagogischen Richtungen, d