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Der vorliegende Band vereint Beiträge, die als Vorträge auf einer Fachtagung 1975 in Zürich gehalten wurden. Er stellt eine Bereicherung der auf diesem Gebiet spärlich vorhandenen Literatur dar — zumal die Referenten für eine relevante Spannweite des Problemansatzes einstehen: Die Beiträge stammen von einem Psychiater, zwei Juristen, einem Psychologen und einem Journalisten.
Dem Charakter von Vorträgen entsprechend, handelt es sich allerdings jeweils eher um Problemüberblicke, nicht so sehr um bündige und ausdiskutierte Lösungsvorschläge.
Im einzelnen beziehen sich die Vorträge auf folgende Punkte:
In der Diskussion zwischen Psychiatern und Juristen um „Determinismus oder freie Willensentscheidung“ bildet sich eine systematische Sprachverwirrung ab (Richter W. Brandenberger).
Der Beitrag von R. Vossen (leitender Arzt des forensisch-psychiatrischen Dienstes, psychiatrische Universitäts-Klinik Zürich) befaßt sich im wesentlichen mit den gesetzlichen Grundlagen der psychiatrischen Gutachtertätigkeit in der Schweiz nach der Revision des schweizerischen Strafgesetzbuches. Sehr gründlich erörtert er die Grenzen und Möglichkeiten der forensischen Psychiater-Tätigkeit nach dortigem Recht; insbesondere beschreibt er kritisch, welche Art therapeutischer Maßnahmen in der Schweiz für psychisch gestörte
Straftäter nach dem neuen Gesetz verordnet werden können. Der Beitrag ist allerdings sehr stark auf die schweizerische Rechtslage spezialisiert und enthält darüber hinaus nur wenige Informationen über allgemeine Probleme der forensischen Gutachter-Tätigkeit. Wer sich über die rechtliche Situation in der Schweiz informieren will, erhält hier sicherlich eine interessante Einführung.
Abgesehen von einem Übersichtsreferat über die rechtlichen Voraussetzungen der Gutachtenerstattung macht der Vortrag des Psychologen U. Undeutsch ein wesentliches Problem deutlich:
Die Problematik des Selbstverständnisses einer psychiatrisch-forensischen Gutachtertätigkeit, die sich als Teil einer quasi nat