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Die Gruppenpsychotherapie, die im vorliegenden Werk von S. R. Slavson beschrieben und empfohlen wird, wurde in 50jähriger Arbeit mit verschiedenen Gruppen entwickelt. Sie ist analytisch im Charakter, d. h. sie fordert die Gruppenmitglieder heraus, sich mit ihren verborgenen, verdrängten Problemen zu befassen. Katharsis und Übertragung gehören zu ihren basalen Prozessen; die Therapie soll den Patienten unter die Haut gehen, sie verändern (S. 124).
Der erklärte Bezugsrahmen für diese analytische Gruppenpsychotherapie ist die Psychoanalyse Sigmund Freuds (S. 1). Slavson orientiert sich am Werk Freuds und greift immer wieder zur psychoanalytischen Terminologie, um die Haltung des Therapeuten zu beschreiben oder Gruppenprozesse zu kennzeichnen (S. 246, 247). Wie in der Einzelpsychoanalyse sollte der Gruppentherapeut stets so passiv bleiben, wie es die Situation zuläßt, und es den Patienten überlassen, „das durchzuarbeiten, was sie hervorbringen, und nur dann helfend eingreifen, wenn Widerstände auftreten oder Erklärungen notwendig sind“ (S. 135). Diese Widerstände können freilich mit realen Problemen in der Gruppe zu tun haben, sind aber sehr häufig mit Vorstellungen verknüpft, die der einzelne Patient sich vom Therapeuten und von den anderen Gruppenmitgliedern macht; sie können weitgehend aus Erinnerungen und Projektionen bestehen und den Patienten u. a. zur Auflehnung oder Unterwerfung verleiten. Selbstverständlich müssen in der individuellen Psychoanalyse und in der analytischen Gruppentherapie diese verzerrten Bilder, die der Patient für wahre Entsprechungen objektiver Zustände außerhalb seines Bewußtseins hält, analysiert werden. Beide Analyseverfahren beziehen sich auf „Erinnerungen, Affekte, Phantasien und deren Beziehungen untereinander“ und zielen darauf ab, „die schmerzhaften Aspekte zu zerstreuen und ihre Hegemonie im Seelenhaushalt zu vermindern“ (S. 133).
„Analytische Gruppentherapie“ soll als Lehrbuch angesehen und verwendet werden. Es erhebt den Anspruch auf