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In der Festschrift zum 60. Geburtstag des Wiener Sozialpsychiaters und Psychotherapeuten Hans Strotzka sind unter dem Titel „Psychotherapie als Denken und Handeln“ zwölf Beiträge von 14 Autoren vereinigt, die die Breite der wissenschaftlichen Wirkung des Geehrten indizieren, ohne sich auf ein bestimmtes Thema festzulegen. Je zwei Beiträge behandeln Fragen des psychotherapeutischen Prozesses und der Soziologie sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit; vier Beiträge befassen sich mit Problemen des Gesundheitswesens und der Rehabilitation psychisch Kranker, und die übrigen beschäftigen sich mit verschiedenen psychischen Prozessen. Nicht ohne eine gewisse Willkür hebe ich den kurzen Beitrag von W. Pieringer und E. Pakesch über den Einfluß emotional aktivierender Gruppentherapien auf eine gleichzeitig laufende analytische Behandlung hervor. Die Autoren weisen auf die veränderte soziale und psychische Situation hin, die durch emotionale Verarmung aktivierende Gruppentherapien zu evozieren scheint; so ergibt sich einerseits ein positiver Effekt solcher Gruppen auf die Behandlung — insofern sie durch „Es-Ich-Verschmelzungen“ „tiefliegende Konflikte durch Ausagieren zwar nicht (aufarbeiten) aber (anheben) und dem Bewußtsein näher (bringen)“ und dadurch eine „tiefere, breitere, emotionalere Analyse“ ermöglichen (S. 107, 108); andererseits ist die Teilnahme an emotional aktivierenden Gruppentherapien zur Zeit der Bildung der Übertragungsneurose kontraindiziert, da während dieser Phase der Einfluß der Gruppentherapien auf die analytische Behandlung, insbesondere die Übertragung als nichtkontrollierbar erscheint. Es wäre wünschenswert, wenn dieses Problem besonders im Blick auf die ungeklärten Übertragungs- und Gegenübertragungsverhältnisse in Gruppentherapien zum Gegenstand einer eigenständigen Untersuchung gemacht würde.