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Der Autor macht in einer Fußnote folgende Bemerkung: „Wenn die Freudsche Todestrieb-Hypothese und die ihr folgenden psychoanalytischen Theorien aus der Betrachtung ausgeschlossen werden, geschieht dies nicht aus Hochmut, sondern weil die Psychologie mit ihrer empirisch-wissenschaftlichen Sichtweise kultur-philosophischen Betrachtungen nicht gerecht werden kann” (S. 9).
Demzufolge gibt es für Michaelis lediglich eine Psychologie, nämlich die der „empirisch-wissenschaftlichen Sichtweise“. Die Psychoanalyse verweist er in den Bereich der Kulturphilosophie. Solchermaßen bezieht der Verfasser deutlich seinen Standpunkt. Diese Haltung unterstreicht er übrigens auch mit der Aussage, daß die 1939 (!) von der Yale-Gruppe aufgestellte Frustrations-Aggressions-Hypothese inhaltlich dem damals noch als fruchtbar empfundenen Ideengut der Psychoanalyse verhaftet war“. Er ignoriert alle psychoanalytischen Erkenntnisse zur Aggressionstheorie, so daß es mir nicht sinnvoll erscheint, seiner Theorie die bekanntlich offenen psychoanalytischen Auffassungen zur Aggression gegenüberzustellen. Ich beschränke mich daher auf einen Abriß seines Konzepts.
Michaelis versucht, den Handlungsprozeß der Aggressionsentwicklung in Anlehnung an kybernetische Modelle darzustellen. Nach ihrem Begründer Wiener beschäftigt sich die Kybernetik, mit den technologischen Prinzipien der Steuerung und Kommunikation. Der Informationsbegriff der Kybernetik berücksichtigt ausschließlich meßbare Eigenschaften. Obwohl sich der Autor