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In der Bundesrepublik leben wir im Schatten der Verdrängung und Verleugnung von Ereignissen, die nicht ungeschehen zu machen sind. Die Technik des Ausblendens expandiert, und die Unfähigkeit zu trauern zieht den psychischen Immobilismus nach sich: die Unfähigkeit, für die aktuellen Probleme unserer Gesellschaft (und ihres internationalen Kontexts) angemessene, neuartige Lösungen zu finden. Das auf Verleugnung aufgebaute Selbstbild ist leicht zu lädieren, Kritik wird unerträglich. Der Weg in die Zukunft aber führt über die Konfrontation mit der unbewältigten Vergangenheit.