You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Karl Menninger, der bekannte Direktor der Menninger-Klinik in Topeka, schrieb dieses Buch für Studenten und Neugierige, nachdem er das Thema zuvor viele Jahre in Kursen behandelt hatte. Die erste Auflage der amerikanischen Originalausgabe erschien 1958 und erzielte einen vielbeachteten Erfolg. Der vorliegenden Ausgabe liegt die zweite, revidierte Auflage von 1973 zugrunde, an der der ehemalige Mitarbeiter Menningers, Holzman, mitgearbeitet hat.
Die Herkunft des Textes aus Vorlesungen spürt man ihm an. Er hat noch etwas von der Frische, der Lebendigkeit und Offenheit des gesprochenen Wortes. Das bereitet ein Lesevergnügen, wie man es selten in wissenschaftlichen Büchern haben kann. (Der Übersetzerin, Irma John, ist es hervorragend gelungen, diesen lebendigen, flüssigen Stil wiederzugeben.)
Das Buch ist für Studenten geschrieben, die mit der psychoanalytischen Ausbildung beginnen. Es hat propädeutischen Charakter. Dadurch, daß es sich auf das Grundsätzliche in der Darstellung der Theorie der Therapie beschränkt, bleibt der Stoff überschaubar, kann als ein Ganzes aufgenommen werden.
So ist das Buch didaktisch geschickt in die großen Gebiete der Technik gegliedert, die in knappen Kapiteln sehr praxisnah dargestellt werden. Ihnen voraus geht ein historisch-bibliographischer Überblick, der vor allem die Entwicklung der psychoanalytischen Technik anhand von Freuds Werken nachzeichnet. Die großen Gebiete der Technik sind: der Vertrag, die Regression, Übertragung und Gegenübertragung, der Widerstand, die Deutung und andere Formen der Intervention.
Der theoretische Standort der Autoren ist die klassische Technik, wie sie beim Tode Freuds vorlag — erweitert durch die Beiträge jener Analytiker, die sich dieser Tradition verpflichtet fühlen. Folgerichtig bewegt er sich auch ausschließlich im klassischen Anwendungsgebiet der analytischen Therapie, dem Gebiet der Übertragungsneurosen (Phobien, Hysterien und Zwangsneurosen). Innerhalb dieses Rahmens referieren die Autoren die verschied