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Das von einer Dermatologin und Psychotherapeutin konzipierte Buch gibt einen guten Überblick über den derzeitigen Stand einer psychosomatisch ausgerichteten Dermatologie. Man findet nicht nur die meist unter dem Begriff Allergie subsumierten Hauterkrankungen (Ekzem-Gruppe, Urtikaria), sondern auch solche, deren Ätiologie lehrbuchgemäß unbekannt ist, wie z. B. die Alopecia areata und ihre exzessivere Form, die Alopecia totalis. Außerdem werden in dieser psychosomatischen Gruppe von der Autorin Dermatosen erfaßt, die zwar auf einer speziellen, genetisch bedingten Disposition beruhen, die aber zur Manifestation bestimmter psychischer Konstellationen bedürfen (Psoriasis vulgaris, seborrhoisches Ekzem, Rosacea). Zu den psychosomatischen Dermatosen zählt die Autorin weiterhin die Prurigo, den Lichen ruber und die Dermatitis herpetiformis Duhring. Theoretisch sieht sie die psychosomatischen Dermatosen als ein »somatisches Äquivalent eines relativ unstrukturierten psychischen Geschehens« an und korreliert die einzelnen Erkrankungen mit den auf den jeweiligen Entwicklungsstufen erlittenen Triebschicksalen. In ihren Fallbeispielen sucht sie das pathogene familiale Beziehungsgefüge transparent zu machen.
In eine zweite Gruppe von Dermatosen, die sie »als Folge des Ausagierens eines strukturierten neurotischen Konfliktes« auffaßt, ordnet sie die periorale Dermatitis ein und außerdem die Acné excoriée, die Virusdermatosen (besonders aufgezeigt an einem Fall von Condylomata acuminata), die Artefakte und die Trichotillomanie. In ausführlichen Falldarstellungen sucht sie die in diesen Krankheitsbildern wirkende Psychodynamik aufzuhellen und damit ein besseres Verständnis für diese von den Dermatologen zumeist als »Crux« erlebten Patienten zu wecken.
Der psychotherapeutische Umgang mit den Hautpatienten, wie ihn die Autorin aus den speziellen Gegebenheiten einer dermatologischen Praxis entwickelt hat, erinnert vielfach an die von Balint erarbeiteten Techniken.
Es wäre zu wünschen, daß