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Ein immenser Enthusiasmus ist zu beobachten, was die Beschäftigung mit Familientherapie, ihre Integration in die Psychiatrie, Pädagogik und Sozialarbeit angeht: Teams von Psychiatern, Psychologen und Sozialpädagogen, die sich anhand der einschlägigen Neuerscheinungen an dieses Gebiet herantasten, sind nach meiner Erfahrung keine Seltenheit. Das erinnert an die Situation nach Kriegsende (und noch lange nach Kriegsende), als es in ähnlicher Weise um die Rezeption der Psychoanalyse ging. Inzwischen ist die Psychoanalyse (feinerer Nuancen ungeachtet) vergleichsweise integriert oder arriviert, und der Enthusiasmus — eine Erlebnismöglichkeit, der Kohut große Bedeutung beimißt — wendet sich neueren, umfassenderen und, wie es scheint, weniger zeitaufwendigen Modellen zu. Dabei wird dann allerdings leicht übersehen, daß die Familientherapie eine Anwendungsform der Psychoanalyse darstellt, und daß die klassischen Repräsentanten der Familientherapie — so die Autoren