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Diese Sammlung früherer Zeitschriftenbeiträge des bedeutenden Berner Pädagogen und Erziehungsberaters ist eine erfreuliche posthume Ehrung Hans Zulligers. Dem Herausgeber Gerd Biermann sei dafür gedankt.
Auch das Vorwort des Psychohygienikers Adolf Friedemann zeugt von herzlicher Freundschaft und Anerkennung dem Verfasser gegenüber. “Aus der Werkstatt eines Lehrers” enthält 14 Aufsätze, die in den zwanziger Jahren in der Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik und in den fünfziger und sechziger Jahren in der Psyche erschienen. Im bernischen Lehrerseminar, das der junge, begabte Uhrmachersohn vor dem Ersten Weltkrieg besuchte, wurde er durch den damaligen Seminarleiter Ernst Schneider mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds bekannt gemacht. Schneider selbst wurde seiner Überzeugung wegen seines Amtes enthoben. Er wanderte nach Riga aus, lebte später in Deutschland und kehrte erst in späteren Jahren in die Schweiz zurück, wo er eine psychotherapeutische Praxis führte, Rorschachtest-Unter-richt erteilte und Bücher verfaßte (u. a. “Psychologie der Jugendzeit”, A. Francke, Bern; “Der Szondi-Versuch”, Verlag Hans Huber, Bern; “Psychodiagnostisches Praktikum für Psychologen und Pädagogen”, eine Einführung in Hermann Rorschachs Formdeuteversuch, Verlag Hans Huber, Bern). Im Alter hat Ernst Schneider gern und vergnügt erzählt, welch unbändig wilder Bursche der Zulliger Hans als Seminarist gewesen sei. Dieser bekundete einmal seine Dankbarkeit Ernst Schneider gegenüber, indem er bei einer psychoanalytischen Veranstaltung den Arm um seinen Lehrer legte und ausrief: “Dieser Mann hat mich gelehrt, was Psychologie ist.”
Der junge Hans Zulliger wurde Lehrer in Ittigen, einem kleinen Dorf unweit der Stadt Bern. Heute trägt die Straße, in der er wohnte, seinen Namen. Er übte den Lehrerberuf im gleichen Dorf 47 Jahre lang aus. “Dort blieb ich absichtlich”, schrieb er einmal, “denn es reizte mich, die Kinder und teilweise sogar die Enkel meiner einstigen Schüler zu lehren und zu er