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Es gibt wenig neuere psychoanalytische Literatur zur Psychologie der Frau, Versuche wie derjenige von Janine Chasseguet-Smirgel sind isoliert geblieben; einer anderen Autorin, Luce Irigaray, haben ihre Arbeiten, in denen Poesie, Philosophie und Psychoanalyse sich mischen, nur Schwierigkeiten gebracht. Um so verdienstvoller ist es, daß Harold Blum nun einen Band mit den neuesten Arbeiten verschiedener Psychoanalytiker zur weiblichen Psychologie herausgibt.
Während beim Konzil von Nicäa — auf der jüdisch-christlichen Tradition fußend — noch über die Frage diskutiert worden ist, ob der Frau überhaupt eine Seele zuzusprechen sei, hat Freud die Frau bereits in Analogie zum Mann gesehen, nur kastriert. In Blums Buch trennen sich alle Autoren von dieser Betrachtungsweise