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1. Bei der Untersuchung von Herzinfarkt-Kranken ist man mit einer Vielfalt von Abwehrmaßnahmen konfrontiert. Es stellt sich die Frage, inwiefern sie sich überhaupt systematisch beschreiben lassen. Wenn wir Abwehrmechanismen als verschiedene Operationstypen auffassen, in die die Abwehr sich gliedern kann (Laplanche und Pontalis, 1967), und Abwehr allgemein als das »Sträuben des Ichs gegen peinliche oder unerträgliche Vorstellungen und Affekte« (A. Freud, 1936, S. 34 f.) verstehen, deren letzte Ursache ein Trieb ist, so ist die Voraussetzung gegeben, Abwehrmechanismen unter den verschiedensten Gesichtspunkten zu betrachten. Wenn man die psychoanalytische Literatur zu diesem Thema zusammenfaßt, zeichnen sich zwei Tendenzen ab. Die erste Tendenz geht in Richtung der Ausweitung des Begriffs Abwehr zu einem allgemeinen psychischen Phänomen, das sowohl bei normaler Entwicklung wie in der Psychopathologie eine adaptive wie regulative Rolle spielt (Lampl-de Groot, 1957), so daß jedes psychische Material eine Abwehrfunktion haben kann (van der Leeuw, 1965). Die zweite Tendenz besteht darin, einzelne Operationstypen der Abwehr voneinander zu unterscheiden,